Frühjahrsputz für die Haut mit Peelings & der richtigen Pflege

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Ich wache jetzt morgens immer total erschrocken auf, da ich denke, dass ich verschlafen habe. Habe ich zum Glück nie … es ist nur einfach schon wieder schön hell draußen. Die Piepmätze zwitschern und das Gute-Laune-Gefühl steigt kontinuierlich bei mir an.

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Bildquelle & Bilrecht: Getty Images

Und auch meiner Haut geht es so. Zumindest wacht sie aus dem Winterschlaf aus … beziehungsweise will es versuchen. Nun ja, einen speziellen Winterschlaf hat sie nicht gehalten … es liegt in der Natur der “Dinge”, dass sich unsere Haut alle 28 Tage erneuert. In diesen 28 Tagen entstehen neue Hautzellen und die alten, verhornten Zellen werden abgestoßen. Mit den Zeichen der Zeit funktioniert das allerdings nicht immer ganz so gut. Denn manche von diesen, dann nicht mehr gewollten Gästen, wollen uns einfach nicht so schnell verlassen, wie es gut für unsere Haut und das Hautbild wäre. Die ungebetenen Gäste machen es sich dann manchmal deutlich länger als nötig und gewünscht auf unserer Haut breit. Was ist die Folge? Ein fahler, grauer Hautschleier, der auch schnell nach einem ungleichem Hautbild aussehen kann. Mag keiner von euch, oder? Ich zumindest mag das nicht. Wir sehen dann müde und abgeschlagen aus, da ein grauer Hautschleier nun mal nicht den nötigen Glow hat, den wir uns alle wünschen.

Doch nicht nur das … die abgestorbenen Hautschüppchen, die nicht von allein von unserer Haut verschwinden wollen, verhindern auch noch die Aufnahme der tollen Pflege, für die die meisten von uns ja auch nicht gerade wenig ausgeben.

Um dem entgegenzuwirken helfen uns – regelmäßig durchgeführt – Peelings für unsere Haut. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

Das Leben ist schön_Frühjahrsputz für die Haut

Die klassischen Peelings, bei denen gerubbelt wird, werden auch mechanische Peelings genannt. Mithilfe von sanften Schleifpartikeln werden die Hautschüppchen entfernt. Das können natürliche Inhaltsstoffe sein wie zum Beispiel Zuckerkristalle, Meersalzkörner oder zerkleinerte Aprikosen- und Olivenkerne. Aber auch synthetische Peelings, in denen Wachs oder Kunststoffe enthalten sind. Von den synthetischen Peelings rate ich euch absolut ab! In vielen Peelings der konventionellen Hersteller sind kleine Kunststoffkügelchen enthalten die zum einen absolut schädlich für unsere  Umwelt sind, zum anderen aber auch durch die Reibung (wer reibt sich schon gerne Plastik im Gesicht herum) Hautschäden verursachen können.

Mechanische Peelings findet ihr im Handel als Gele, Pasten oder aber auch als Masken. 1-2 Mal pro Woche angewendet regen sie die Zirkulation unserer Haut an und sorgen dafür, dass die abgestorbenen Hautschüppchen verschwinden und die anschließende Pflege besser aufgenommen werden kann. Allerdings ist diese Variante der Peelings nichts für sehr sensible Haut. Wer grundsätzlich zu Rötungen oder gar Akne leidet, sollte hiervon bitte unbedingt die Finger von lassen. Dies reizt die Haut zusätzlich und kann noch mehr Hautschäden verursachen. Für “normalos” wie mich – sprich Jungs und Mädels, die mit normaler, recht pflegeleichter Haut gesegnet sind, sind die mechanischen Peelings ideal. Mit normaler Haut empfiehlt sich eine Anwendung 1-2 Mal die Woche – aber auch hier nicht häufiger, da die Haut sonst unnötig gereizt wird.

Das Leben ist schön_Frühjahrsputz für die Haut_Peelings

Menschen mit empfindlicher Haut nutzen am besten Enzym-Peelings. Diese kommen komplett ohne Säuren und “Schleifpartikel” aus und bauen auf Enzyme, die in Früchten vorkommen. Sehr oft kommen in Enzym-Peelings die Wirkstoffe Papain (ein Wirkstoff aus dem Papayabaum) und  Bromelein (als Extrakt aus der Ananas) vor. Diese Enzyme wirken direkt an der Hornschicht, indem sie die Proteine aufspalten und so die abgestorbenen Hautschüppchen von den intakten trennen. Enzym-Peelings gibt es als Cremes, Masken und in Puderform zu kaufen – wobei die Puder dann mit Wasser aufgeschäumt werden, so dass hier ein feiner fluffiger Schaum entsteht, der dann aufs Gesicht aufgetragen wird. Enzym-Peelings müssen in der Regel etwas länger einwirken als mechanische Peelings, da sich hier die Wirkung für die Aufspaltung erst entfalten muss. So sind Zeiten zwischen 1-15 Minuten durchaus normal. Sie wirken dadurch allerdings auch sehr intensiv und trotzdem sanft. Im Anschluss wird das Produkt dann samt Grauschleier vom Gesicht genommen 😉 Langfristig gesehen wird die Haut dann deutlich strahlender und natürlich auch feiner. Auch hier wird eine Behandlung 1-2 Mal die Woche empfohlen. Da sie so mild und trotzdem effektiv sind, können sie auch bei normaler Haut angewendet werden.

Gute Enzympeelings gibt es zum Beispiel bei Kneipp und bei Marbert. Lasst euch hier aber auch gerne vorher noch mal von einer Kosmetikerin beraten, wenn ihr euch da nicht sicher seid.

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Bildquelle Kneipp: https://www.allyouneedfresh.de | Marbert: Marbert

Chemische Peelings arbeiten mit Säuren anstatt mit Schleifpartikeln. Diese Peelings werden durch einen chemischen Reiz, entsprechend der jeweiligen Substanzen, ausgelöst. Je nach höhe der Konzentration tragen diese Peelings die äußere Hautschicht (mehr oder weniger) ab. Diese gibt es in zwei Ausführungen:

  • AHA-Peelings, wobei das AHA für Alphahydroxysäure steht. Dahinter verbergen sich Glycolsäure und Milchsäure. Glycolsäure finden wir in unreifen Weintrauben, im Zuckerrohrsaft, in Zuckerrüben, in Blättern des wilden Weins und im Rosmarin. Aufgrund des natürlichem Ursprungs wird sie als Fruchtsäure bezeichnet.
  • BHA-Peelings, hier steht das BHA für Betahydroxysäure, enthalten Salicylräure. 
Wir wirken nun aber diese beiden Peelingvarianten?

AHA-Peelings: die Fruchtsäuremoleküle sind sehr klein und so können so besonders gut in die obere Hautschicht einwirken. So wirken sie gezielt auf die Haut ein und bewirken durch eine Irritation, dass neue Hautzellen gebildet werden. AHA-Peelings werden bei sonnengeschädigter, aber auch trockener Haut empfohlen. In Beautyinstituten, in denen mit einer höheren Konzentration gearbeitet wird, können so aber auch Pigmentflecke therapiert und die Hautstruktur verbessert werden. 

Das Leben ist schön_Frühjahrsputz für die Haut_BHA Peelings

BHA-Peelings wirken im Gegensatz zu AHA-Peelings anti-irritierend. Sehr weit verbreitet ist die Nutzung von BHA-Peelings mit der enthaltenen Salicylsäure gegen Akne, Unreinheiten und fettige Haut. Die Säure hat die Eigenschaft, tief in die Hautporen einzudringen und die Hautfette dort “anzuziehen”. Mit ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung ist sie daher ideal für das Entgegenwirken von unerwünschten Pickeln und Akne oder auch für eine empfindliche und gerötete Haut. Aber auch für Geplagte mit einem Rosazea-Problem bieten diese Peelings eine Lösung und helfen mit ihren antientzündlichen Eigenschaften. Rosazea bezeichnet das Hautproblem, bei der die feinen Adern in unserem Gesicht geweitet und die Haut leicht bis sehr stark gerötet ist. Häufig treten auch Knoten und Eiterpickel auf.

Wenn die Haut regelmäßig gepeelt wird, ist sie dann natürlich auch aufnahmefähiger für die kommende Pflege. Auch diese muss auf den jeweiligen Hauttypen abgestimmt sein. Und ja, hier unterstreiche ich das MUSS absolut. In meiner Teenagerzeit habe ich mir zum Beispiel überhaupt keine Gedanken um meine Hauptpflege gemacht. Da habe ich genommen, was irgendwie günstig war und mich nicht mit Inhalts- oder Wirkstoffen beschäftigt. Das sieht heute deutlich anders aus und ist mir sehr wichtig. Denn ist die Pflege nicht auf den jeweiligen Hauttypen abgestimmt, können hier große Fehler begangen werden. Ich habe Anfang Mai meine Pflege auf Produkte von Paula’s Choice umgestellt und halte auch mit dem einen oder anderem nächsten Post hier auf dem Laufenden.

Denkt an eure Haut und lasst ihr die richtige Pflege zukommen. Solltet ihr euch unsicher sein: in guten Apotheken werden Hauttypbestimmungen durchgeführt und natürlich auch bei Kosmetikerinnen und Kosmetikinstituten. Lasst euch einfach mal beraten!

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5 Kommentare zu “Frühjahrsputz für die Haut mit Peelings & der richtigen Pflege

  1. Honey

    Jetzt hast du mich daran erinnert, dass ich auch mal wieder ein Peeling machen sollte. Ich habe sogar noch ein tolles hier, mit basischem Salz 🙂

  2. Filiz

    Danke für diesen sehr informativen Bericht, liebe Katrin!
    Ich setze mittlerweile auch auf Enzym-Peelings, um die Haut zu schonen. Da ich eine recht dünne Haut habe, hat sich das für mich als die bessere Variante erwiesen. Ich müsste es nur wieder öfter machen, hab’s doch ziemlich schleifen lassen 🙁

    Ich wünsche dir einen schönen Wochenstart…
    Liebe Grüße,
    Filiz

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